Rückblende 01/2026


Konzert | Mittwoch, 13.5.2026, 18:00 Uhr
St.-Stephanus-Kirche Fedderwarden
Thalamus Folk Band

Die Folkband Thalamus bereichert seit über zwei Jahrzehnten die finnische Folkmusikszene. Ihre abwechslungsreiche Kombination aus traditionellen und komponierten Melodien stammt aus verschiedenen Teilen Europas, Amerikas und Nordafrikas und wird von dort beeinflusst. Neben den Melodien selbst hat sich Thalamus immer auch auf die Arrangements fokussiert: „Damit es auch für das Publikum interessant und oft überraschend ist, damit es Thalamus-Musik wird!“
Thalamus wurde 1997 gegründet; die aktuelle Besetzung (Pauliina Pajala, Fiedel; Elina Lappalainen, Kontrabass; Henrik Norri, Bouzouki, und Riku Elomaa, Akkordeon) arbeitet seit 2013 zusammen. Mit der Umbesetzung begann eine weitere, aktivere Phase der Band. Seitdem hat Thalamus auf vielen Festivals in Finnland gespielt und war in den Sommern 2015, 2016 und 2018 auch in Belgien auf Tour. Im Sommer 2018 veröffentlichte Thalamus ihr erstes Album namens „Merenia“, gefolgt von einer Deutschlandtour mit Unterstützung der Deutsch-Finnischen Gesellschaft (DFG) im Frühjahr 2019.
Seit der bisher letzten DFG-Tournee hat die Folk Band Thalamus viel an neuem Repertoire gearbeitet. In den vergangenen Jahren haben sie zwei Zuschüsse aus dem Päijät-Häme-Fonds der Finnischen Kulturstiftung erhalten (Päijät-Häme heißt die südfinnische Region rund um die Stadt Lahti). Diese Unterstützung hat es der Band ermöglicht, tiefer in die Päijät-Häme-Volksmusik einzutauchen und etwas völlig Neues zu schaffen.
Im Mai 2026 tourte Thalamus erneut durch Deutschland und gibt zwischen dem 7. und dem 17. Mai insgesamt zehn Konzerte.

Eine Veranstaltung in Verbindung mit der Deutsch-Finnischen Gesellschaft Niedersachsen e.V.


Konzert | Sonntag, 10.5.2026, 17:00 Uhr
St. Martin Voslapp
Ida Pelliccioli: „INTROSPECTIONS“. Klavier-Recital.

Ida Pelliccioli wurde in Bergamo, Italien, geboren. Sie studierte am Conservatoire de Région in Nizza sowie an der École Normale de Musique de Paris / Alfred Cortot in der Klasse von Sergej Markarow, einem UNESCO-Künstler für den Frieden. Während ihres Studiums erhielt Ida Pelliccioli mehrere Stipendien, darunter eines der Zygmunt Zaleski Foundation und eines der Fondation Albert Roussel.
Ida Pelliccioli nahm an zahlreichen Meisterkursen teil – unter anderem bei Jean-Claude Pennetier und Gérard Wyss – und erwarb an der École Normale in Paris ein Doppeldiplom in den Fächern Interpretation und Pädagogik.
Ida entschied sich bewusst gegen den internationalen Wettbewerbszirkus und erwarb – noch bevor sie sich vollberuflich der Laufbahn als Pianistin widmete – an der Universität Sorbonne einen doppelten Masterabschluss: in italienischer Literatur sowie in altgriechischer Geschichte.
Ida konzertierte bereits in ganz Europa, Kanada, Südostasien, Australien und Südafrika. In der Saison 2024/2025 trat Ida an zahlreichen renommierten Spielstätten auf – darunter die National Gallery in London, das Royal Theatre and Concert Hall in Nottingham sowie der Lyceum Club in Florenz (in Zusammenarbeit mit den „Amici della Musica di Firenze“).Im Jahr 2025 gab sie ihr Debüt in Singapur und Thailand; für 2026 ist ihr erster Auftritt in Kroatien geplant.

Ida war schon immer offen für andere Kunstformen und künstlerische Kooperationen. Sie trat in der US-amerikanischen Fernsehserie „Find Me in Paris“ in der Rolle einer Pianistin auf  (2017/2018) sowie in den französischen Serien „Munch“ (2018) und „Le diplôme“ (2025).

Im Jahr 2021 übernahm Ida zudem eine Lehrtätigkeit am Conservatoire du 8ème arrondissement in Paris.

Derzeit absolviert Ida eine Ausbildung zur Sommelière und hat bereits das internationale Zertifikat WSET2 im Bereich Wein erworben.

In Wilhelmshaven spielte Ida ein Klavier-Recital mit Werken von Ferruccio Busoni (1866-1924), Gabriel Fauré (1845-1924), Leoš Janáček (1854-1928), Maurice Ravel (1875-1937), Ottorino Respighi (1879-1936) und Jean Sibelius (1865-1957).


Konzert | Sonntag, 3.5.2026, 17:00 Uhr
Thomaskirche Neuengroden
„Ja, diese Liebe!

Chansons um die Liebe

„Es wär doch schad´, wenn ich Ihnen und mir diesen Augenblick nicht gönnte …“. So heißt es in einem Chanson, das am Sonntag, 3. Mai 2026, in der Thomaskirche in Neuengroden zu hören war. Die langjährige Schauspielerin und Theaterpädagogin der Landesbühne Angelika Heinich und Martin Meyer, Leiter der Musikschule in Bad Zwischenahn, sorgten mit ihrem Programm für gute Unterhaltung. Unter dem Titel „Ja, diese Liebe“ versuchten Heinich (Gesang) und Meyer (Klavier), dieses großartige Phänomen „Liebe“ von den verschiedensten Seiten musikalisch zu beleuchten. Nur zwischendurch unterbrochen von bekannten und weniger bekannten Gedichten ging es um die griechische Mythologie, Traummänner, Schönheitswahn, Enthüllungen, die Wahrheit und ganz viel Sehnsucht. Humorvoll, nachdenklich und erschütternd. Jeder und jede kennt es – und doch lässt uns das Thema immer wieder schwärmen.
Seit knapp zwei Jahren treten die beiden Künstler gemeinsam mit ihren verschiedenen Programmen in der Region auf. Nachdem sich die Wege der Schauspielerin Angelika Heinich aus Wilhelmshaven und des Pianisten Martin Meyer aus Bad Zwischenahn schon vor Jahren musikalisch in einem kleinen Theater in Leer kreuzten, präsentieren sie nun wieder gemeinsam aus ihrem großen Repertoire der Chansons und Gedichte.


Lesung | Sonntag, 26.4.2026, 17:00 Uhr
Friedenskirche Fedderwardergroden
Wolkig bis heiter. Ein Abend mit Erich Kästner.

Fast jeder hat eine Erinnerung an einen Text oder ein Buch von Erich Kästner. Eigentlich wollte er Lehrer werden – und wurde dann doch ein erfolgreicher Journalist und Schriftsteller, der Lyrik, Romane und Autobiographisches für Kinder und Erwachsene schuf. Oft gelang es ihm, auch schweren Themen eine leichtere Note abzugewinnen. Und Alltäglichem etwas Nachdenkliches zu verleihen. Dabei war er auch ein kritischer Beobachter von Menschen und Zeitgeschehen.

An diesem Abend waren bekannte und weniger verbreitete Texte zu hören, begleitet von Musik aus den „Golden Twenties“.

Wolfgang Komo lebt in Hamm (Westfalen). In seiner beruflichen Zeit hat er als Lehrer in den Fächern Deutsch, Philosophie und Religion gearbeitet. Jetzt besteht der Schwerpunkt seiner Tätigkeiten darin, Literatur zu vermitteln, durch Lesungen, Kurse und literarische Stadtrundgänge. Außerdem liegt ihm die lokale Historie am Herzen. Er ist überzeugt, dass man mit Hilfe der Geschichte die eigene Stadt neu entdecken und vielleicht auch etwas daraus lernen kann.
Auf Wilhelmshaven ist er neugierig, weil er die Stadt noch nicht kennt und er u. a. die Friedenskirche und ihre Fenster kennenlernen möchte, die der Künstler Wilhelm Buschulte aus Unna, der Nachbarstadt von Hamm, gestaltet hat.

Oleg Stele, Akkordeonist (und auf mehreren anderen Instrumenten bewandert), unterrichtet u.a. an der Musikschule Wilhelmshaven und tritt regelmäßig in der Region auf, häufig zusammen mit seinem Sohn Egor.


Konzert | Mittwoch, 22.4.2026, 18:00 Uhr
Friedenskirche Fedderwardergroden
ASAFATOV

BENEFIZKONZERT

Serhij Asafatov (ASAFATOV), geboren 1986 im Südwesten der Ukraine in der Nähe der Grenze zu Moldawien, ist ein bekannter ukrainischer Sänger, Songwriter und Multiinstrumentalist, der durch die zehnte Staffel von „The Voice of Ukraine“ großes Aufsehen erlangt hat. Er ist bekannt für seine markante Stimme, seine Aufrichtigkeit und eine sehr emotionale Performance. In seiner Musik mischt er Rock, Pop-Rock und akustische Klänge mit tiefgründigen Texten. Seine Konzerte sind für ihre besondere Atmosphäre bekannt, da der Künstler durch seinen Live-Gesang und persönliche Geschichten einen direkten Dialog mit dem Publikum schafft.

Der Künstler tritt weltweit auf, um durch seine Musik und Wohltätigkeitskonzerte die Ukraine aktiv zu unterstützen.

Im Rahmen seiner großen Europa-Tournee kam ASAFATOV nun auch nach Wilhelmshaven. Die Tour findet im Rahmen des Projekts „6992 km Staatsgrenze“ statt. Das Ziel dieser Reise ist es, Spenden für den Kauf von Fahrzeugen für die ukrainische Verteidigung zu sammeln.


Konzert | Sonntag, 19.4.2026, 17:00 Uhr
St. Martin Voslapp
Happy German Bagpipers

Die HAPPY GERMAN BAGPIPERS unter der Leitung von Falk Paulat galten als die außergewöhnlichste Dudelsack-Showband Deutschlands.

Mit ihrer „Entertainment Pipe Music“, spielten die HAPPY GERMAN BAGPIPERS ihren erfolgreichen eigenen Sound. Das Konzertprogramm reicht von traditioneller Dudelsackmusik hin zu Samba und Rock’n Roll mit vielen Showelementen.

Die HAPPY GERMAN BAGPIPERS spielten in Ungarn, Kroatien, Punjab/Indien und quer durch Deutschland. In Schottland spielten sie auf dem Youth Festival in Aberdeen und dem Fringe Street Festival in Edinburgh und in vielen schottischen Städten.

Im Jahr 2025 verließen mehrere Mitglieder die Band. Aus diesem Anlass schloss Paulat die Band zunächst. Wie heißt es aber so schön? Einmal Musiker, immer Musiker. Also entschieden Timm Pisarev und Falk Paulat weiter zu machen. Sie fanden einen Musiklehrer und einen jungen Mann, Janis Mudra. In dieser kleinen Besetzung gaben sie inzwischen schon mehrere Konzerte. Zusätzlich bekommen sie immer wieder Unterstützung von einem ehemaligen Mitglied, von Valentina Levin, die für Konzerte extra aus Hildesheim angereist kommt.

Die Leitung der Band arbeitet daran, dass die Band wieder auf ihre ursprüngliche Größe anwächst.


Konzert | Sonntag, 12.4.2026, 17:00 Uhr
Thomaskirche Neuengroden
Sonate in Urlauten + Theremin
Duo Voma

Kurt Schwitters (1887-1948) ist einer der führenden Künstler der Avantgarde der 20er Jahre; er versucht mit seinen Arbeiten auf nahezu allen Gebieten der Kunst, ein Gesamtkunstwerk zu realisieren.
Seine Ursonate oder Sonate in Urlauten ist ein Lautgedicht aus den 1920er Jahren, entstanden seit 1923 und vom Verfasser erstmals am 4. Februar 1925 im Rahmen eines Sturm-Abends in Herwarth Waldens Sturm-Galerie gesprochen. Im selben Jahr erfolgt auch die Veröffentlichung einer Grammophonplatte mit dem Scherzo der Ursonate.
Die 10er und 20er Jahre sind die Zeit, in der Lautpoesie ihre Blütezeit erlebt: eine Dichtungsform, die dezidiert nichts bedeuten will und, teils aus Freude am Unsinn (bei den Dadaisten), teils aus kunsttheoretischen Erwägungen (u.a. im Kreis um Herwarth Waldens „Sturm“), in der damaligen Avantgarde Furore macht.
Schwitters‘ Ursonate ist in ihrer Kombination aus Wort, Musik und Typographie (in der Druckfassung) ein Solitär.

Das Theremin ist ein 1920 erfundenes elektronisches Musikinstrument – es stammt also aus derselben Zeit wie die Ursonate. Es ist das einzige verbreitete Musikinstrument, das berührungslos gespielt wird und dabei direkt Töne erzeugt. Sein Name geht auf den Erfinder, den Russen Lew Termen, zurück, der sich in den USA Leon Theremin nannte.

Martin Groskopff, Jahrgang1954, lebt in der Nähe von Leipzig. Er war als Geiger Berufsmusiker. Mit dem Theremin beschäftigt er sich seit einigen Jahren.

Dr. Volker Pirsich, Literaturwissenschaftler und Ltd. Bibliotheksdirektor i.R., liest seit vielen Jahren öffentlich Dichtungen und Prosa vor allem des frühen 20. Jahrhunderts.


Konzert | Freitag, 3.4.2026, 17:00 Uhr
St. Martin Voslapp
Musikalische Andacht zur Passion

Der Evangelische Kirchenchor Altengroden lud auch im Jahr 2026 zu einer musikalischen Andacht zur Passion ein, erstmals direkt am Karfreitag. Unter Leitung von Susanne Knoche-Pirsich sang der Chor vierstimmige Motetten und Strophenlieder von der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert, von Sethus Calvisius und Johann Crüger über die Romantik (Carl Loewe, Mendelssohn-Bartholdy, Hans Georg Nägeli, Friedrich Silcher) und Spätromantik (Bruckner, Juozas Naujalis) bis zu Spiritual- und Hymnen-Bearbeitungen des 20. Jahrhunderts von C.W. Douglas oder Charles H. Giffen.

Jürgen Westerhoff las ausgewählte Texte, die die Thematik der Andacht aufgriffen.


Lesung | Sonntag, 29.3.2026, 17:00 Uhr
St. Maria und St. Mauritius
Koptisch-Orthodoxe Kirche
Hunrichsstraße 4, 26388 Wilhelmshaven
Die erste Kirche – Ursprung des Evangeliums

„Trotzdem wollen wir überdies auch noch die alte Überlieferung sowie die Lehre und den Glauben der allgemeinen Kirche ins Auge fassen, den der Herr gegeben, die Apostel verkündet und die Väter bewahrt haben. Denn auf ihn ist die Kirche gegründet.“ (Hl. Athanasius der Große)

Was ist die koptisch-orthodoxe Kirche? Die koptisch-orthodoxe Kirche ist Teil einer großen Familie – der Oriental-Orthodoxen Kirche. Mitglieder dieser großen Familie sind auch beispielsweise die armenisch und indisch-orthodoxe Kirche.
In der westlichen Welt hat die Orientale Orthodoxie seit einigen Jahren mehr und mehr Interesse und Aufmerksamkeit, vor allem durch das Internet, auf sich gezogen. Bisher waren in Deutschland zumeist die Evangelische und die Katholische Kirche im Fokus, wenn es um das Christentum ging. Was genau die Orthodoxie ist und wie fern sie sich von anderen christlichen Konfessionen unterscheidet, ist auf den ersten Blick nicht ganz klar. Kurz gesagt, erhebt die Orthodoxie den Anspruch, die Kirche zu sein, die Jesus Christus vor 2000 Jahren selbst gegründet hat.

Der Besuch in St. Maria und St. Mauritius, der Koptisch-Orthodoxen Kirche in Wilhelmshaven (seit 2010 in Wilhelmshaven), reihte sich ein in die Kirchenbesuche unter dem Motto „Eine Stunde in …“, die Tradition, Gegenwart und Zukunft der Kirchen im Wilhelmshavener Stadtnorden beleuchtet. Er gab den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, einen ersten Einblick in die wohl unbekannteste der christlichen Kirchen in Wilhelmshaven zu bekommen.


Konzert | Sonntag, 22.3.2026, 17:00 Uhr
Friedenskirche Fedderwardergroden

Werkstattkonzert des Chorworkshops

Am Nachmittag des Sonntag, 22. März, war der Chorworkshop unter der Leitung von Rolf Schmitz-Malburg unweigerlich an seinem Ende angelangt:  Von Freitagabend bis in den Nachmittag des Sonntags hin ein haben gut dreißig Sängerinnen und Sänger sich mit acht mehrstimmigen Chorsätzen beschäftigt und waren (um 17 Uhr) bereit, das gemeinsam Erarbeitete vor Publikum zu präsentieren.
Acht Stücke, die sich unter dem Motto „Nun will der Lenz uns grüßen“ mit dem Volkslied (im weitesten Sinne) beschäftigen. Häufig ist der Workshopleiter Rolf Schmitz-Malburg Arrangeur der Sätze gewesen – einige sind eher eingängig, andere durchaus ein bisschen vertrackt.

Das Werkstattkonzert erhob nicht den Anspruch auf Perfektion – es mag sein, dass nicht alle Töne rein sind und Stücke ein zweites Mal präsentiert wurden, wenn beim ersten Mal „Luft nach oben“ war. Aber genau darin bestand der Reiz: zu zeigen, wie weit engagierte Sängerinnen und Sänger, die noch nie als Chorgemeinschaft zusammen gesungen hatten, am Ende einer sehr überschaubaren Probenphase gekommen sind.


Lesung | MIttwoch, 18.3.2026, 19:00 Uhr
Apostel-Johannes-Kirche Altengroden (Gemeindehaus)

Klinkeburg 1b, 26386 Wilhelmshaven
Mooses Mentula: Die Fabrik
Lesung auf Finnisch und Deutsch

Beteiligt waren:
Mooses Mentula, Autor
Tanja Küddelsmann, Moderation finnisch-deutsch und Lesung der deutschen Textpassagen

Mooses Mentula, geboren 1976 im ländlichen Osten Finnlands, hat mehrere Jahre in Lappland gelebt. Heute lebt er in Tuusula, im Süden des Landes. Nach mehreren Jahren als Nachrichtenredakteur arbeitet er heute als Rektor einer Schule sowie als Schriftsteller. Er hält sich im Rahmen der Leipziger Buchmesse in Deutschland auf.
Tanja Küddelsmann, geboren 1968, lebt in Oldenburg und ist seit 2013 als Literaturübersetzerin aus dem Finnischen tätig.
„Die Fabrik“ ist nach „Nordlicht –Südlicht“ und „Der Schildkrötenpanzer“ der dritte Roman von Mooses Mentula, der in deutscher Übersetzung erscheint.
„Die Fabrik“ begleitet zwei junge Menschen im Nachkriegsfinnland, Vilho und Elsa, auf ihrer Suche nach Gemeinschaft durch das Finnland der Nachkriegszeit und zeichnet ihr Leben zwischen Trümmern und Aufbruch, Klassenunterschieden und Versöhnung.
„Die Fabrik“ ist ein intensiver Roman über den Wiederaufbau Finnlands und den ungebrochenen Lebenswillen, der unter die Haut geht.

Es ware eine zweisprachige Veranstaltung in Verbindung mit der Deutsch-Finnischen Gesellschaft Niedersachsen e.V., unterstützt von Das finnische Buch e.V. sowie Förderern aus Wilhelmshaven.


Erzählung | Sonntag, 15.3.2026, 17:00 Uhr
St. Martin Voslapp
Feengold & Koboldtanz mit dem „Duo Wörterwirbel“

(zum „St. Patrick’s Day“)

Am 17. März ist „St. Patrick’s Day“. Ihrem Nationalheiligen zu Ehren schmeißen die Iren zwischen Sligo und Schortens ausgelassene Partys. Unter dem Motto „Feengold & Koboldtanz“ feierte die Kulturkirche im Stadtnorden (schon) am 15. März mit. Auf dem Programm standen fesselnde Geschichten und mitreißende Musik mit dem „Duo Wörterwirbel“.

Das Geschichtenerzählen und die Musik (egal, ob gesungen oder instrumental) gehören zu den wichtigsten und ältesten Kunstformen in Irland. Bis heute werden sie auf der Grünen Insel gepflegt und gefeiert werden. Das Duo Wörterwirbel – bestehend aus der Erzählerin Petra Strassdas und dem Musiker Ole Arntz – aus Hamm in Westfalen hat sich dieser jahrhundertealten Tradition verschrieben. Mit „Feengold & Koboldtanz“ bringen die ausgebildete Theaterpädagogin und der Multiinstrumentalist zwei Leidenschaften zusammen: das Faible für die keltische Kultur im Allgemeinen und die Hingabe zu Liedern und Texten aus Nord- und Westeuropa im Allgemeinen.

„‘Feengold & Koboldtanz‘ ist ein Abend für alle, die Lust haben, dem Alltag zu entfliehen und sich von Sprache und Musik verzaubern zu lassen“, sagte Strassdas, und Arntz fügte hinzu: „Wilhelmshaven darf sich auf ein Programm freuen, das Kopfkino und Pub-Atmosphäre miteinander verwebt“.


Lesung | Sonntag, 8.3.2026, 17:00 Uhr
Apostel-Johannes-Kirche Altengroden
Kriminal-Reportagen der Gerichtsreporterin der ZEIT, Sabine Rückert

Sabine Rückert (65) ist eine deutsche Journalistin. Sie war von 2012 bis 2023 Mitglied der Chefredaktion der ZEIT. Eigentlich ist sie Pfarrerstochter, hat einen Master in Kommunikationswissenschaft, hat selber auch Theologie im Nebenfach studiert, und bei der BILD und der taz gearbeitete, bevor sie 1992 zur ZEIT kam.
Sie ist bekannt für ihre Recherchen im Bereich von Justizirrtümern „Unrecht im Namen des Volkes“ und ihrem Engagement im Podcast ZEIT-Verbrechen. Daneben gestaltet sie unregelmäßig mit ihrer Schwester Johanna (em. Professorin der Theologie) einen Podcast zur Bibel „Unter Pfarrerstöchtern“, wobei sie der Meinung ist, dass den Glauben der Bibel „keiner ernst nehmen (könne), der halbwegs bei Trost ist.“
Mit ihren Reportagen und Portraits gewann Sabine Rückert mehrere Journalistenpreise.

Im Rahmen des Programms der Kulturkirche im Stadtnorden las Sabine Rückert am Sonntag, 8. März 2026, um 17.00 Uhr in der Apostel-Johannes-Kirche in Altengroden aus verschiedenen ihrer Kriminal-Reportagen.


Lesung | Sonntag, 1.3.2026, 17:00 Uhr
Thomaskirche Neuengroden
Norddeutscher magischer Realismus:
„Altendeich“ von Helmut van Züren

Idyllisch liegt das kleine Warfendorf Altendeich vor der rauen Kulisse der Nordsee. Doch der Schein trügt: Hinter dem Deich ist das Leben so unbarmherzig wie das stürmische Klima. Die Bewohner kämpfen mit Entbehrungen, harter Arbeit – und einer unheilvollen Serie von rätselhaften Unglücksfällen. Sind diese Ereignisse bloßer Zufall oder eine Folge uralter Verwünschungen?
Im Zentrum der Gerüchte steht die geheimnisvolle Kattenfreterske, eine kauzige Außenseiterin, von der man sagt, sie stehe mit dunklen Mächten im Bunde. Doch als auch sie den mysteriösen Vorfällen zum Opfer fällt, droht Altendeich eine Katastrophe, die alles übertrifft, was die Dorfgemeinschaft bisher erlebt hat. Ein Roman über das Leben in den friesischen Warfendörfern, gleichzeitig eine ethnografisch-literarische Erkundung der norddeutschen Küstenregion im frühen 20. Jahrhundert mit ihrem alten Aberglauben, ihrer Mundart und Mentalität.
Das Buch ist eine beeindruckende Reise in einen vergessenen Mikrokosmos und dessen Transformation in die Moderne. Helmut van Züren gelingt dabei das Meisterstück, einen norddeutschen „magischen Realismus“ zu schaffen.

Über den Autor: Helmut van Züren wurde 1954 in Ostfriesland geboren. Er studierte Germanistik und Volkswirtschaft und arbeitete viele Jahre im Schuldienst. Er ist Herausgeber und Autor mehrerer Lehrwerke. Er lebt mit seiner Familie in Ostfriesland.

Musikalische Intermezzi war von Dörte Lehmann, Akkordeon.
Dörte Lehmann betreibt ein Atelier in der Kunstscheune in Pilsum.


Konzert | Mittwoch, 18.2.2026, 18:00 Uhr
Apostel-Johannes-Kirche Altengroden

Stadtkantor unterwegs:
Kurzkonzert und Kennenlernen in der Apostel-Johannes-Kirche

Stadtkantor Klaus Eldert Müller ist auf Begrüßungstournee durch die sechs Kirchen des Wilhelmshavener Stadtnordens. Er begann am 18. Februar in der Apostel-Johannes-Kirche in Altengroden mit einem Kurzkonzert, an das sich ein Zusammentreffen mit den Mitgliedern der (ehemaligen) Kirchengemeinde Altengroden anschlossen. Zwei weitere Kirchen des Nordens (St. Stephanus in Fedderwarden und die Friedenskirche in Fedderwardergroden) folgen noch im ersten Halbjahr 2026, die weiteren drei dann im zweiten Halbjahr.

Auf dem Programm des Kurzkonzerts standen Werke von Vincent Lübeck (1654-1740), Johann Caspar Ferdinand Fischer (1656-1746), Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788), Johann Pachelbel (1653-1706) sowie Johann Sebastian Bach (1685-1750).

Erste musikalische Impulse erhielt Klaus Eldert Müller im Grundschulalter auf seiner Heimatinsel Borkum. In seiner Jugend entdeckte er die Liebe zum Orgelspiel und zur Kirchenmusik. An den Musikhochschulen in Hamburg und Lübeck studierte er von 1989 bis 1995 Ev. Kirchenmusik und schloss mit dem A-Diplom ab. 2002 gewann er den Internationalen Orgelwettbewerb im Kloster Saarn/Mülheim an der Ruhr. Orgelneubauprojekte in der Christuskirche Oberhausen (Hey 2001) und an St. Reinoldi Dortmund (Mühleisen 2019) initiierte er maßgeblich. Besonders geprägt haben ihn seine langjährigen kirchenmusikalischen Tätigkeiten an den Ev. Stadtkirchen in Oberhausen, Dortmund und Lübeck. Nach drei Jahren musikalischer Aktivität in der Bundeshauptstadt Berlin wirkte Klaus Eldert Müller von 2023 bis 2025 als Kantor und Organist an der Stadtkirche St. Katharinen in Frankfurt am Main. Im September 2025 trat er das Amt des Stadtkantors für Wilhelmshaven an.


Konzert | Sonntag, 15.2.2026, 17:00 Uhr
Friedenskirche Fedderwardergroden

Bläserkreis Harlingerland
„Töne der Freiheit“

Am Sonntag, dem 15. Februar, war der Bläserkreis Harlingerland erstmals mit einem Konzert in der Friedenskirche in Fedderwardergroden zu Gast.
Das Ensemble besteht zurzeit aus 23  Bläserinnen und Bläsern aus dem Kirchenkreis Harlingerland und darüber hinaus. Viele der Mitglieder sind auch selbst Chorleiterinnen und Chorleiter, das Repertoire des Chores reicht von Suiten der Renaissance über Werke des Barock und Doppelchöre der Romantik bis hin zu Kompositionen des 20. Jahrhunderts, Gospels, Pop- und Filmmusik.

Unter dem Titel „Töne der Freiheit“ präsentierte der Bläserkreis Harlingerland, Stücke, die von Glaubensstärke, von Hoffnung und Verantwortung erzählen.
So wurde das Konzert in Fedderwardergroden  mit dem klangprächtigen Stück „Jericho“ von Christian Sprenger eröffnet. Es folgten Werke von Händel und Bach, Spirituals wie „This little light“ oder „Amazing Grace“ und Michael Jacksons „Man in the mirror“ und „We are the world“.


Konzert | Samstag, 14.2.2026, 17:00 Uhr
St.-Georgs-Kirche Sengwarden
Neues Wilhelmshavener Sinfonieorchester
Leitung: Marcus Prieser

Das Konzert des Neuen Wilhelmshavener Sinfoniekonzerts am 14. Februar in Wilhelmshaven und am 15. Februar in Jever präsentierte vier Werke, die der Wiener Klassik zugerechnet werden können:
Neben Werken aus Opern von Wolfgang Amadeus Mozart (die Ouvertüre zur „Entführung aus dem Serail“ und die Zwischenaktmusik aus „Thamos in Ägypten“) bzw. Beethoven (Ouvertüre aus „Die Ruinen von Athen“) stand besonders ein Werk von Karl Ditters von Dittersdorf im Mittelpunkt des Programms: das Kontrabass-Konzert in E-Dur, beeindruckend dargeboten von Hiroyuki Yamazaki.


Lesung | Sonntag, 8.2.2026, 16:00 Uhr
Apostel-Johannes-Kirche Altengroden
Tove Jansson und die Mumins

Runebergtag 2026

Der Runebergtag (nach dem finnlandschwedischen Nationaldichter Johan Ludvig Runeberg [1804-1877]) wird in Finnland seit 1950, in Wilhelmshaven auf Initiative der Deutsch-Finnischen Gesellschaft Niedersachsen e.V. seit 2018 gefeiert. Immer steht hier ein Thema bzw. Autor der finnischen Literatur(geschichte) im Fokus.

Als ersten Höhepunkt in dieser Veranstaltung: Die erste Folge der Mumins „Der geheimnisvolle Fund“, gespielt 1959 von der Augsburger Puppenkiste und aufgezeichnet vom Hessischen Rundfunk, wurde mit allen Rechten (natürlich in Schwarz-Weiß) vorgeführt.

Der Runeberg-Tag des Jahres 2026 stand in Wilhelmshaven ganz unter dem Zeichen der finnlandschwedischen Autorin Tove Jansson und ihren inzwischen weltbekannten Mumins. Dazu hatte die DFG-Bezirksgruppe Wilhemshaven-Friesland drei ausgesprochene Mumin-Kenner (um nicht zu sagen: -Nerds) eingeladen, die den Gästen mit ihren Kenntnissen die Mumins näherbrachten und zum gemeinsamen Singen von Mumin-Liedern einluden. Es waren dies Kristina Maidt-Zinke, Barbara Müller, Christian Panse.
Kristina Maidt-Zinke, in Bremen geboren, wuchs mit den Mumin-Büchern auf und studierte unter anderem Skandinavistik, um die Originaltexte lesen zu können. In jungen Jahren wohnte sie zeitweise in Finnland und lernte Tove Jansson dort persönlich kennen. Heute lebt sie als Literaturkritikerin, Übersetzerin und Lektorin in München.
Barbara Müller, kümmert sich als Vorsitzende der Georg von der Vring-Gesellschaft in Brake/Unterweser um das künstlerische Erbe des Malers und Schriftstellers Georg von der Vring (1889-1968). Außerdem richtet die studierte Betriebswirtin Kulturprojekte zu verschiedenen Themen aus. Tove Jansson und ihr Werk in Deutschland bekannter zu machen, ist ihr seit Langem eine Herzensangelegenheit.
Christian Panse,  geboren in Bremen, entdeckte das Universum Tove Janssons mittels ausgeschnittener Mumin-Zeitungscomics in der „Enkelschublade“ seiner Großmutter. In der Folge häufte er umfangreiche muministische Schätze und Kenntnisse der schwedischen Sprache an, sodass er schließlich das Virtuelle Muminforschungszentrum gründete. Mit der Übersetzung von „Mumin und der Weltuntergang“ möchte er der Welt ein wenig vom empfangenen Reichtum zurückzugeben.

In Finnland ist ein Runebergtag ohne Runeberg-Törtchen zu Kaffee bzw. Tee nicht denkbar – dazu wurde auch in Wilhelmshaven im Anschluss an den kulturellen Teil des Nachmittags herzlich eingeladen.


Konzert | Dienstag, 27.1.2026, 19:00 Uhr
Friedenskirche Fedderwardergroden
Krieg und Frieden

Ein Abend mit Musik für Bläser und literarischen Texten anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

Mitwirkende:
Posaunenchor Jever und Bläserkreis Wilhelmshaven, Leitung Klaus Wedel
Klaus Eldert Müller, Orgel
Jürgen Westerhoff, Leser

Die Kulturkirche nahm die 81. Wiederkehr der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau (seit 2005 Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust) zum Anlass, sich mit Musikstücken für Bläser und literarischen Texten (zumeist Lyrik) mit dem seit ewigen Zeiten aktuellen Thema Krieg und Frieden zu beschäftigen.
Die historische Spannweite, die die Veranstaltung berührte, ist riesig: Sie erstreckte sich über acht Stationen vom Dreißigjährigen Krieg bis hin zum Überfall Russlands auf und den Krieg gegen die Ukraine, der jetzt fast vier Jahre andauert.
Musik- und Textbeiträge zu den einzelnen Stationen wechselten sich ab, genauso bekannte mit unbekannten Werken.

Am Anfang und am Ende des Abends stand die Bitte um Frieden – von den Bläsern in eindringlichen Sätzen und abschließend von allen Besucherinnen und Besuchern im Kanon formuliert.


Konzert | Sonntag, 25.1.2026, 17:00 Uhr
St. Martin Voslapp
Ein Abend mit Robert Burns

Marc Stünkel: Gitarre und Gesang
Volker Pirsich: Lesung/Rezitation

Robert Burns (1759-1796) ist einer der berühmtesten und am meisten gefeierten Schotten und mit dem ihm zeitlich nachfolgenden Walter Scott der bedeutendste Dichter des Landes.
Aus Anlass der Burns-Night, die in Schottland alljährlich am 25. Januar (dem Geburtstag des Dichters) gefeiert wird, veranstaltet die Kulturkirche erstmals einen Schottland-Abend mit Robert Burns im Zentrum.

Hauptakteur des Abends war Marc Stünkel, der sich nicht nur mit Beltane und anderen Gruppierungen  mit dem irisch-schottischen Raum beschäftigt. Jahrgang 1959, hat er Gitarre im Alter von 5 Jahren vom Vater gelernt. Später kommen Klavier, Geige, Schlagzeug, E-Bass, Dudelsack und Mandoline hinzu und natürlich Gesang (Chorsänger als Bariton seit über 30 Jahren). Sein Musikinteresse gilt vor allem aber dem internationalen Folk und Singer/Songwritern. Seit über 50 Jahren ist er in vielen Bandprojekten in Wilhelmshaven und dem gesamten Küstenraum oder als Solist und stetes Chormitglied aktiv. Durch die Verbindung zur Partnerstadt Dunfermline in Schottland ist Stünkel auf Robert Burns aufmerksam geworden. Diverse Urlaube in Schottland / England mit unzähligen wunderbaren Erlebnissen schlossen sich diesem Kennenlernen an.
Seit über 25 Jahren gestaltet er Burns-Nights und Whisky-Tastings als Musiker mit. An dem Kulturkirchen-Abend wird Marc Stünkel eine Reihe von Liedern, die auf Gedichte von Robert Burns komponiert wurden, vortragen und Erläuterungen dazu geben.
Volker Pirsich, in früheren Jahren vielfach als Leser aufgetreten, las die deutschen Übersetzungen der Gedichte und erweiterte den Abend um den deutschen Schottland-Reisenden des 19. Jahrhunderts, Theodor Fontane (1819 – 1898), dessen „Jenseit des Tweed“, 1860 im Anschluss an eine längere Reise auf die britische Insel erstmals veröffentlicht, in Deutschland eine breite Öffentlichkeit erreichte.
Fontane kannte „seinen“ Burns, übersetzte dessen Texte sowie zahlreiche weitere Beispiele schottischer Dichtung; ein paar Beispiele davon wurden zu Gehör gebracht.


Lesung | Sonntag, 18.1.2026, 17:00 Uhr
Apostel-Johannes-Kirche Altengroden (Gemeindehaus)
Aus der Übersetzerwerkstatt
Dr. Zuzana Finger: Die böhmische Wunderkammer

Eine Veranstaltung zu Ehren des diesjährigen Gastlandes der Frankfurter Buchmesse, Tschechien.

Dr. Zuzana Finger, geboren 1959 in Šaľa (Tschechoslowakei), ist freischaffende Übersetzerin in Wilhelmshaven. Sie übersetzt aus dem Albanischen, Tschechischen, Slowakischen, Slowenischen und Serbischen.

In dieser Lesung (mit Erläuterungen) ging es um Tiere.

Zuzana Finger begann mit zwei Gedichten (Tierchen, Der Vogel) von Michal Ajvaz (* 1949 in Prag) vor, dessen Roman „Die andere Stadt“ jüngst in der VHS Wilhelmshaven vorgestellt wurde. Es folgten die Gedichte „Der Weltuntergang“ und „Der Bär“ von Milan Ohnisko (* 1965 in Brünn),  zuletzt auf Deutsch in der Berliner Zeitschrift Herzattacke Nr. 114, 2025/II erschienen. Es folgte ein Prosagedicht (Die Bärenjagd) von Milena Fucimanová (* 1944 in Prag) vor, das die Übersetzerin zur Veröffentlichung bei der Dresdner Zeitschrift „Ostragehege“ eingereicht hat. Als nächstes folgten zwei Gedichte (Ich kehrte irgendwohin zurück, Der alte Rabe) von Ivan Wernisch (* 1942 in Prag), von dem sie 2025 Jahr den Gedichtband „Der Schrank“ übersetzt hat. Daran schloßen sich Gedichte (Der Kokosaffe, Was denkt eine Fliege und Taubenroulette) von Tomáš Přidal (* 1968 in Brünn) an, dessen Gedichtband „Pontiak“ 2025 in der Übersetzung von Zuzana Finger erschienen ist. Zum Schluss kam Radek Fridrich (* 1968, Tetschen-Bodenbach, Děčín) mit Gedichten aus dem Zyklus „Latwergen“ zu Wort, in denen erklärt wird, mit welchem Tier welche Beschwerden behandelt werden können (Schüttelfrost, Bauchschmerzen, Verstopfung, Wassersucht, Flechte, Rheuma, Biss eines tollwütigen Hundes, Gelbsucht, Krämpfe in den Beinen). Fingers Übersetzungen von Radek Fridrich sind in den Zeitschriften „Sudetenland“ und „Stadtgelichter“ erschienen.


Konzert | Sonntag, 11.1.2026, 17:00 Uhr
St.-Georgs-Kirche Sengwarden
NordBrass

Glanzvolles Blech feiert Premiere – Konzert in der Kirche

Ein musikalisches Ereignis der besonderen Art stand bevor: Ein neu gegründetes Blechbläserquintett, besetzt mit fünf herausragenden Musikern der Region, gab sein allererstes Konzert – und wählte dafür einen ebenso stimmungsvollen wie klanglich idealen Ort: die St.-Georgs-Kirche Sengwarden.

Die Kulturkirche im Stadtnorden begrüßte die junge Evangelisch-Lutherische Nordgemeinde mit einem noch jungen, aber hochkarätig besetzten Bläser-Ensemble: NordBrass.

Was das Publikum erwartete, war kein gewöhnlicher Konzertabend, sondern eine faszinierende Reise durch mehrere Jahrhunderte Musikgeschichte:
Den Auftakt bildete die festliche Battle Suite von Samuel Scheidt, deren kraftvolle Klänge den Kirchenraum eindrucksvoll erfüllte. Romantische Wärme und klangliche Tiefe brachten anschließend eine Originalkomposition von Victor Ewald, einem der bedeutendsten Wegbereiter des Blechbläserquintetts. Mit Musik von Percy Grainger öffnete sich der Blick in die farbenreiche Klangwelt des frühen 20. Jahrhunderts.
Doch damit nicht genug: Mit der Jazz-Nummer Ain’t Misbehavin’ wurde es swingend und überraschend lässig. Spätestens hier zeigte das Ensemble seine stilistische Vielseitigkeit. Den krönenden Abschluss bildete ein Stück von Lady Gaga – ein Beweis dafür, dass auch moderne Popmusik im Blechbläsergewand begeistern kann. Wer sich das nicht vorstellen konnte, wurde an diesem Abend eines Besseren belehrt.